Der Künstler Reinhold Knapp ist Grenzgänger und  Brückenbauer zugleich.

 

Ein Wanderer zwischen der Welt der Ästhetik und der politischen Gesellschaft. Einer, der tief in den Naturwissenschaften verwurzelt ist und gleichzeitig das Intuitive, Spielerische in seiner Arbeit forciert.

 

Als Praktiker schafft er Bilder, Objekte und Installationen, er entlockt Computern Algorithmische Kunst und Bildanimationen, entwirft Performances und Multivisionen. Dabei steht nicht Stilistisches im Vordergrund sondern die maximale Wirkung des Mediums.

 

Als Theoretiker widmet er sich unter anderem vorrangig der Frage, wie man Kunst bewerten kann. Er sucht nach Gemeinsamkeiten in Mathematik, Physik und Kunst, forscht über Gesetzmäßigkeiten in Bildern und Formeln. So entstand 2014 die Idee der Galerie "Black Cube".

 

Nicht seine erste Idee. 1982 gründete er das Medienhaus Dialog Design und beschäftigte sich in dem Unternehmen mit Gestaltungfragen mit Hilfe von Computern und mit den aufkommenden Speichermedien CD-ROM und später dem Internet. Nach 18 Jahren verließ er das Unternehmen um sich vollständig der Freien Kunst zu widmen. Seine berufliche Laufbahn begann mit dem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Karlsruhe, er arbeitet wenige Jahre als diplomierter Ingenieur in der freien Wirtschaft und machte sich dann als Dokumentarfilmer selbständig.

 

So unterschiedlich die beruflichen Tätigkeiten von Reinhold Knapp auch erscheinen vermögen, etwas Gemeinsames verband sie alle: die Neugierde des Wissenschaftlers und die des Künstlers.